François Tarin

François Tarin, der Kellermeister, der zum Bierbrauer wurde

Nach einem Werdegang als Kellermeister schlug François Tarin aus Zufall eine Laufbahn als Bierbrauer ein. Passioniert von diesem Malzgetränk, braut er sein erstes handwerkliches Bier daheim in der Küche seiner Familie. Er bringt sich dazu die nötigen Kenntnisse selbst bei und informiert sich bei allen möglichen Quellen. Auf einer Reise nach Irland und Belgien, in das Land des Biers par excellence, saugt er wie ein Schwamm alles Wissen auf, das ihm bei der Herstellung seines eigenen Hausbiers nützlich sein kann.
Unterdessen absolviert dieser offene, aufgeschlossene und wissbegierige Waadtländer während der Weinlese ein Praktikum bei den Caves Orsat. Im Gespräch mit seinen Vorgesetzten erwähnt er zufällig, dass seine geheime Leidenschaft dem Bier gilt. Wie es sich herausstellt, spielen die Geschwister Rouvinez seit geraumer Zeit mit dem Gedanken, ihr eigenes Bier zu brauen. Sie ergreifen die Gelegenheit ohne zu zögern und übertragen François Tarin die Verantwortung für die Entwicklung des ersten hauseigenen Biers, L’Echappée. Das Abenteuer konnte beginnen.
So wurde aus François Tarin, dem Amateur-Bierbrauer, erstaunlich schnell der Spezialist des ersten Biers der Familie Rouvinez. Man entsendet ihn in ein Praktikum nach Lüttich zu den belgischen Meistern der Brauerei Curtius, jener Brauerei, aus welcher das Rezept für L’Echappée ursprünglich stammt. Die Familie Rouvinez hatten sehr klare Vorstellungen, was ihr erstes Bier anbelangte: sehr fruchtig sollte es sein, mit Aromen, die so nah wie möglich an jene ihrer Weine herankommen. Das geeignete Wasser, das dafür nötig war, hatten sie bereits: Das Wasser in Martigny ist eines der reinsten Europas. Jetzt musste man nur noch das perfekte Gleichgewicht zwischen der Hefe, dem Hopfen, dem Gerstenmalz und dem Weizen finden. Nach vielen Versuchen ist es schliesslich so weit: Voilà, ein Bier entschlüpft der Rouvinez-Kellerei, um die anspruchsvollsten Geniesser zu erfreuen.
François ist zufrieden und glücklich, denn er weiss, dass er seinen Beitrag zu einem herausragenden Bier geleistet hat, das weitherum geschätzt wird. Und wenn das unwiderstehliche Gefühl sich bemerkbar macht, die eigene Aufgabe gemeistert zu haben, reist der junge 25-Jährige durch Europa, ein Europa, das er wegen der Diversität seiner Kulturen in allen ihren Formen liebt. Der Braukulturen, gewiss, aber auch der Esskulturen, denn François ist auch ein leidenschaftlicher Liebhaber von Pizzas und italienischer Weine! Es gibt mehr als nur Bier in seinem Leben. Und wenn ihn die Lust überkommt, sich auszutoben, wirft er sich mit Haut und Haar in seinen Lieblingssport, den American Football. Ohne dabei ein feines, gut gekühltes Bier nach dem Training zu vernachlässigen.